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Reformation auf dem Weg
Menschen verändern die Eine Welt

Philip Potter

· Dominikanische Republik · 1921 - 2015
Portrait Philip Potter
Reformation ökumenisch gelesen
Weltkarte - Dominikanische Republik

Philip Potter war der dritte Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen in Genf und einer der prägendsten Gestalten der ökumenischen Bewegung im 20. Jahrhundert. Geboren am 19. August 1921 in der Karibik (Dominikanische Republik), studierte er Theologie in Kingston, Jamaika und in London und wurde durch den Christlichen Studentenweltbund geprägt. Von 1954 bis 1960 leitete er bereits die Jugendabteilung des ÖRK, 1960 bis 1968 war er Präsident des Christlichen Studentenweltbundes, 1967 bis 1972 wurde er zum Direktor der Abteilung für Weltmission und Evangelisation des Ökumenischen Rates der Kirchen berufen und schließlich zu seinem dritten Generalsekretär (1972–1984). Er ist der erster Repräsentant des Südens und der erste Vertreter einer der ärmsten Gesellschaften in einem Leitungsamt der ökumenischen Christenheit. Phillip Potters Wirkungszeit fiel in die Periode der enormen gesellschaftspolitischen Umbrüche nach der Phase der Entkolonialisierung.

Es waren jetzt die Vertreter der Kirchen des Südens, die die Tagesordnung des ÖRK nachdrücklich mitbestimmten. Es waren ihre Themen – die Frage nach der Gerechtigkeit, der Bekämpfung der Armut und die Wahrnehmung der Verantwortung für die ganze Welt und Schöpfung, die die Diskussionen bestimmten. Durch Potters Herkunft aus dem Schmelztiegel unterschiedlicher Kulturen in der karibischen Region wurde zudem die Herausforderung eines Dialoges der Kulturen zu einem Leitthema. Als charismatischer Kirchenführer und exegetisch historisch engagierter Theologie beschrieb er die Ökumene in seiner berühmten Abschiedsrede als Generalsekretär in Vancouver 1983 in Anlehnung an 1. Petrus 2 als „Haus der lebendigen Steine“ und eine Gemeinschaft des Bekennens, des Lernens und des Teilens, der Heilung und der Versöhnung. Diese Rede gilt als die eindrücklichste und tiefste Beschreibung von Vision und Verheißung der ökumenischen Bewegung. Philip Potter starb am 31. März 2015 in Lübeck, wohin er seiner zweiten Frau, Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter, bereits 2001 gefolgt war.

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