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Reformation auf dem Weg
Menschen verändern die Eine Welt

Josiah Mutabuzi Kibira

· Tansania · 1925 - 1988
Portrait Josiah Mutabuzi Kibira
Das Eigene bewahren und ins Neue einbinden
Weltkarte - Tansania

Wie finden lokale und kulturelle Traditionen Afrikas auf der einen und Traditionen des globalen Christentums auf der anderen Seite zueinander? Der tansanische Bischof Josiah Kibira ist dieser Frage nachgegangen und hat Brücken zwischen der lutherischen Kirche in Tansania und der weltweiten Ökumene gebaut.

Geboren in der Hafenstadt Bukoba am Viktoriasee, trat Josiah Kibira früh in die Fußstapfen seines Vaters Isaya. Dieser hatte bereits durch anglikanische Missionare das Christentum kennengelernt und erste Gemeinden gegründet, bevor die deutschen Missionare 1907 in Bukoba eintrafen. Sein Sohn nahm die Idee der deutschen Missionare auf, das Christentum der afrikanischen Kultur nicht überzustülpen, sondern vielmehr das Eigene zu bewahren und in das Fremde einzubinden. Bereits in seiner Schul- und Jugendzeit war Kibira aktiv in der Kirche tätig und kam mit der christlichen Reformbewegung Balokole in Kontakt. In der Nacht des 21. März 1947 betete er zu Jesus um die Vergebung seiner Sünden und sah sich von da an als Neugeborener in Christus.

1957 kam er nach Deutschland an die Kirchliche Hochschule Bethel, um Theologie zu studieren. Doch nach seiner Rückkehr nach Tansania wurde klar, dass in ihm zu große Visionen schlummerten, als dass er lange in einer einzelnen Pfarrgemeinde Pastor bleiben könnte. So wurde Kibira 1961 nicht nur als Mitglied der Faith and Order Commission des Weltrats der Kirchen nominiert, sondern auch bis 1964 zum Masterstudium an die Boston University gesandt. Noch im selben Jahr seines Abschlusses wurde Kibira in einer großen ökumenischen Feier zum Bischof der Lutherischen Kirche Tansanias geweiht. Fortan kämpfte er für eine Erneuerung in seiner Kirche, die sich mit der Kultur seines Landes und dessen sozialen gesellschaftlichen Herausforderungen auseinandersetzte. Schließlich wurde Bischof Kibira 1977 zum ersten afrikanischen Präsidenten des Lutherischen Weltbundes gewählt und erfüllte dieses Amt über sieben Jahre lang.

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