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Reformation auf dem Weg
Menschen verändern die Eine Welt

José Míguez Bonino

· Argentinien · 1924 - 2012
Portrait José Míguez Bonino
Bibel befreiungstheologisch lesen
Weltkarte - Argentinien

Der argentinische Theologe Dr. José Míguez Bonino war eine der prägenden protestantischen Gestalten, die in Lateinamerika Fragen der Ökumene, Anliegen der Befreiungstheologie und den Kampf um soziale Gerechtigkeit miteinander verbanden.

Der in Santa Fe im nordöstlichen Argentinien geborene Methodist begann 1943 das Theologiestudium in Buenos Aires. Nach seinem Abschluss arbeitete er zunächst als Pastor in Mendoza.

In den USA absolvierte er einen Masterstudiengang und kehrte 1954 für vier Jahre als Professor für dogmatische Theologie an die evangelische Hochschule in Buenos Aires zurück. Ökumenische Theologie war bereits in dieser Zeit eines seiner Standbeine, so dass er zu diesem Thema am Union Theological Seminary in New York promovierte.

Auch später, als Bonino Direktor des Instituto Superior Evangélico de Estudios Teológicos (ISEDET) in der argentinischen Hauptstadt war, trieb er dieses Anliegen stets voran. Als einziger protestantischer Theologe aus Lateinamerika nahm er beobachtend am 2. Vatikanischen Konzil teil und war mehr als drei Jahrzehnte als Mitglied des Präsidiums für den Ökumenischen Rat der Kirchen tätig.

Míguez Bonino setzte sich stets für eine Verknüpfung von reformatorisch-biblischer Theologie und der sozialen Sorge um die Schwachen und Benachteiligten der Gesellschaft ein. Besonders während der Militärdiktatur in seinem Land (1976–1983) waren die politische Ethik und der Kampf um Menschenrechte für ihn von zentraler Bedeutung.

Es ist Boninos Verdienst, dass die Befreiungstheologie auch von protestantischer Seite mit entwickelt und getragen wurde. Das Werk, das er hinterließ, wird von allen Kirchen hoch geschätzt.

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