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Reformation auf dem Weg
Menschen verändern die Eine Welt
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Reformation auf dem Weg

· Menschen verändern die Eine Welt ·

Reformation – das war vor 500 Jahren. Die Reformation hat verändert und befreit. Und das tut sie bis heute.

  • Befreiung des Glaubens: Allein wichtig ist der Kern des Evangeliums (sola fide).
  • Befreiung des Menschen: Das Leben ist durch die Gnade Gottes geschenkt (sola gratia).
  • Befreiung der Kirche durch Konzentration allein auf das, was Christus und sein Werk der Versöhnung für die Welt in die Mitte stellt (solus Christus).
  • Befreiung des Denkens und des Verstehens durch das eigene Lesen in der Bibel (sola scriptura).
  • Befreiung der Welt durch den Widerspruch gegen die Vergötzung von Geld, Macht und Besitz (solideogloria).

Am 31. Oktober 2015 beginnt das Themenjahr „Reformation und Eine Welt“. Wir feiern es, um uns daran zu erinnern, dass die Kraft zur Veränderung, die aus der Reformation kam und kommt, weit über unseren Kontinent hinausgeht. Menschen wie Martin Luther, Philip Melanchthon oder Johannes Calvin gab es nicht nur bei uns, sondern – nur viel zu wenig bekannt – auch in den Kirchen des Südens. Über die protestantische Missionsgeschichte und die aus ihr hervorgegangenen Kirchen wurden Impulse aus der Reformation auch auf der Südhalbkugel fortgesetzt, umgebildet, ja eigenständig fortgeschrieben. Aber nicht nur das: Die Impulse aus der Reformation waren für viele Kirchen des Südens eine Bildungsrevolution und der Beginn einer kulturellen Transformation. Das zeigte sich in der Übersetzung der Bibel in indigene Sprachen, in der Gründung von Universitäten, in der theologischen Ausbildung und in der Befreiung und Emanzipation von Frauen und Kindern. Es waren Impulse aus der Reformation, die mithalfen, den Entkolonialisierungsprozess in Gang zu bringen. Auch die Anfänge von sozialer Diakonie wurden durch diese Impulse mit geprägt.

Menschen, die zu Kirchengründern wurden oder für kirchliche und gesellschaftliche Erneuerung, Bildung und Befreiung kämpften, werden in den jeweiligen Ländern und Regionen geschätzt und verehrt. Und natürlich sind sie dort bekannter als die europäischen Ursprungsgestalten der Reformation.

Wir möchten wir mit diesem Kalender und den Lebensgeschichten darin beleuchten, wie die Reformation weltweit auf dem Weg ist, wie ihre Ideen und ihre Kraft verändern und bewegen. Innerhalb dieser Geschichte gab es Entwicklungen, von denen wir uns heute verabschiedet haben und uns distanzieren. Die Botschaft der Reformation ist der Glaube und daraus wächst die Veränderung. Das zieht sich bis in unsere heutige Sicht auf die Entwicklungszusammenarbeit. Die Lebensgeschichten der Menschen in diesem Kalender sind ein Zeugnis davon. Brot für die Welt und das Evangelische Missionswerk in Deutschland möchten die Erinnerung an diese Pionierinnen und Pioniere wecken und wachhalten. Die Lebensgeschichten und das Material, das Sie dazu im Kalender finden, sind unser gemeinsamer Beitrag für das Themenjahr „Reformation und Eine Welt“.

Zusammen mit den 30 Biografien finden Sie Bilder, Gebete, Lieder, Zitate, Bibelstellen und Texte, die das jeweilige Wirken der Person ausleuchten. Außerdem können diese Beigaben dazu dienen, eine Schul- oder Konfirmandenstunde vorzubereiten oder eine Andacht zu gestalten. Fragen Sie auch in ihrer Partnergemeinde auf einem anderen Kontinent nach Menschen, die dort Geschichte geschrieben haben! Unser Kalender ist kein abgeschlossenes Projekt. Die begleitende Website www.brot-fuer-die-welt.de/reformation-unterwegs lädt Kirchen, Schulen, Religionsunterrichts- oder Konfirmandengruppen ein, sich ihrerseits auf die Suche zu machen. Wir sind gespannt, wer noch auf dem Weg der Reformation ist!

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